Ein Baum als Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und eine gute Zukunft: In der Hadamarer Kindertagesstätte Marienfried fand eine besondere Baumpflanzaktion statt. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland KdöR spendete der Kita ein Salix-Stämmchen „Hakuro Nishiki“.
Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Ruoff, dem stellvertretenden Amtsleiter und Ansprechpartner für KiTa-Wesen der Stadt Hadamar Klaus Steinebach, Kita-Leiterin Martina Petri, den Kindern sowie Vertretern der Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde der Baum auf dem Gelände der Kita gepflanzt. Unter den Vertretern war auch Suleman Akhtar, zuständiger Imam und Theologe des Gebetszentrums der Ahmadiyya Muslim Jamaat.
Die Idee entstand, weil auch Kinder aus der muslimischen Gemeinde die Kita Marienfried besuchen. Deutschlandweit führt die Ahmadiyya Muslim Jamaat solche Baumpflanzaktionen durch. Für die Gemeinde aus dem Raum Limburg war es nun das erste Mal, dass eine solche Aktion in einer Kindertagesstätte stattfand. „Ein Baum bietet Tieren Schutz, spendet Schatten und ist wertvoll für die Umwelt. Gleichzeitig steht er symbolisch für die Zukunft: Das Gute, das heute getan wird, soll auch morgen wirken“, führte Suleman Akhtar aus. Die Kinder freuten sich über die Aktion und begleiteten das Pflanzen des Stämmchens mit Liedern.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist bereits seit 1985 in Limburg vertreten. Ihr Glaubensgrundsatz lautet „Liebe für alle und Hass für keinen“. Die Gemeinde engagiert sich darüber hinaus unter anderem bei Blutspendeaktionen und gemeinsamen Aufräumaktionen nach Silvester im Limburger Raum.
Bürgermeister Michael Ruoff bedankte sich für das Engagement: „Vielen Dank. Sie zeigen eine große Bereitschaft, sich in unsere Gesellschaft und die Stadt zu integrieren – auch mit all Ihren anderen Aktionen.“ Die 2013 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannte Religionsgemeinschaft setze damit auch ein Zeichen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt, fügte Ruoff an.
Kita-Leiterin Martina Petri hatte der Aktion sofort zugestimmt und freut sich über die gemeinsame Initiative. Rund 87 Prozent der Kinder der Kita haben einen Migrationshintergrund. „Wir sind eine bunte Truppe mit vielen unterschiedlichen Hintergründen“, erklärt Petri. Die Kinder profitierten von dieser Vielfalt, lernten Toleranz und erlebten täglich, dass unterschiedliche Kulturen und Religionen selbstverständlich zusammengehören, ergänzte die KiTa-Leiterin.
Der neu gepflanzte Baum soll nun wachsen und die Kinder über viele Jahre begleiten – als sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt, Gemeinschaft und eine gemeinsame Zukunft.