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Gemeinsam die Zukunft Hadamars gestalten: Bürgerbeteiligung liefert wichtige Impulse für das Kommunale Entwicklungskonzept

Hadamar treibt die Entwicklung seiner historischen Altstadt und der gesamten Stadt weiter voran. Nach einer erfolgreichen Bürgerbefragung wurden nun bei einer gemeinsamen Ortsbegehung zahlreiche Ideen und Anregungen gesammelt. Sie fließen in das Kommunale Entwicklungskonzept (KEK) ein, mit dem sich die Stadt um eine Förderung des Landes Hessen beworben hat.

Bei einem Rundgang werden zentrale Bereiche der historischen Altstadt in den Blick genommen.

Beim Arbeitstreffen entstehen Ideen für die Stadtentwicklung.

Hadamar treibt die Entwicklung seiner historischen Altstadt und der gesamten Stadt weiter voran. Nach einer erfolgreichen Bürgerbefragung wurden nun bei einer gemeinsamen Ortsbegehung zahlreiche Ideen und Anregungen gesammelt. Sie fließen in das Kommunale Entwicklungskonzept (KEK) ein, mit dem sich die Stadt um eine Förderung des Landes Hessen beworben hat.

Die Stadt Hadamar verfolgt das Ziel, ihre Zukunft nachhaltig und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten. Aus diesem Grund hat sich die Stadt um die Aufnahme in das Förderprogramm Kommunales Entwicklungskonzept (KEK) des Landes Hessen beworben. Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Kernstadt, deren positive Entwicklung zugleich Impulse für alle Stadtteile setzen soll. Das Programm ist auf acht bis neun Jahre angelegt und eröffnet – vorbehaltlich einer Aufnahme – umfangreiche Fördermöglichkeiten für öffentliche und private Projekte.

„Beim KEK geht es um weit mehr als Fördergelder“, betont Bürgermeister Michael Ruoff. „Es ist die Chance, gemeinsam mit den Menschen vor Ort die Zukunft unserer Stadt zu gestalten. Hadamar lebt von der Vielfalt seiner Stadtteile und der Kernstadt. Deshalb ist es uns wichtig, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv in diesen Prozess einzubinden.“

Den Auftakt der Bürgerbeteiligung bildete eine Online-Befragung im Mai dieses Jahres, an der sich rund 750 Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Die Auswertung zeigt ein insgesamt positives Bild: Die Lebens- und Wohnqualität in Hadamar wird hoch eingeschätzt. Besonders das Schloss, der Rosengarten und der Herzenberg sowie das vielfältige Vereinsleben, die Sportangebote und die Einkaufsmöglichkeiten wurden als große Stärken genannt.

Gleichzeitig machte die Befragung deutlich, wo die Bürgerinnen und Bürger Entwicklungsbedarf sehen. Besonders häufig wurden eine attraktivere Innenstadt, Verbesserungen bei Verkehr und Mobilität, mehr Angebote für Kinder und Jugendliche, eine stärkere Integration aller Bevölkerungsgruppen sowie eine bürgernahe Verwaltung genannt.

Auf die Befragung folgte als zweiter Beteiligungsschritt eine gemeinsame Ortsbegehung im Rahmen der Erstellung des Kommunalen Entwicklungskonzepts. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, des Amts für den ländlichen Raum und des beauftragten Planungsbüros wurden zentrale Bereiche der historischen Altstadt in den Blick genommen. Stationen waren unter anderem der Untermarkt, die Borngasse, die Neugasse und der Neumarkt.

„Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen ihren Alltag erleben“, erläutert André Haußmann vom beauftragten Planungsbüro. „Deshalb war es uns wichtig, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch die Altstadt zu gehen, Potenziale zu erkennen und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten direkt vor Ort zu diskutieren.“

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Aufwertung öffentlicher Plätze und Gebäude sowie neue Nutzungsmöglichkeiten für die historische Altstadt. Für den Untermarkt wurden Möglichkeiten erörtert, wie durch eine gezielte städtebauliche Weiterentwicklung Handel und Gastronomie gestärkt und die Wirtschaftskraft des Quartiers erhöht werden können. Für den Neumarkt wurden Ideen entwickelt, den Bereich stärker als ruhigen und attraktiven Wohn- und Aufenthaltsort mit hoher Lebensqualität zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Gestaltung des öffentlichen Raums. Viele Bürgerinnen und Bürger sprachen sich für mehr Begrünung und Beschattung öffentlicher Plätze sowie für eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Altstadt aus. Diese Maßnahmen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern, das Stadtklima stärken und die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger erhöhen.

„Die große Beteiligung zeigt, wie sehr sich die Menschen mit ihrer Stadt identifizieren und ihre Zukunft mitgestalten möchten“, so Bürgermeister Michael Ruoff. „Diese Anregungen sind eine wertvolle Grundlage für die weiteren Planungen. Unser Ziel ist es, die historische Altstadt als lebendigen Wohn-, Begegnungs- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln und dabei Denkmalschutz, Wirtschaftsförderung, Klimaanpassung und Lebensqualität sinnvoll miteinander zu verbinden.“

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung fließen nun in die Erarbeitung des Kommunalen Entwicklungskonzepts ein. Auf dieser Grundlage werden die künftigen Förderschwerpunkte festgelegt. „Hadamarer ist, wer Hadamarer sein will“, appelliert Bürgermeister Michael Ruoff, analog zum Credo des früheren Hessischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn an die Bürgerinnen und Bürger. "Bei der Dorferneuerung mit dem Fokus Kernstadt ist daher die Identifikation mit unserem Hadamar als Ganzes von großer Bedeutung." 

Mit dem KEK schafft die Stadt Hadamar die Voraussetzungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung – gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern.