Die Kreuzkapelle im Hadamarer Stadtteil Niederzeuzheim ist jüngst restauriert worden und erstrahlt nun in neuem Glanz. Nach vier Monaten Renovierungszeit kann die historische Kapelle am Ortsausgang von Niederzeuzheim wieder an Sonntagen besucht werden. Gemeinsam machten sich Bürgermeister Michael Ruoff, Ortsvorsteher Ewald Schlitt und der Vorsitzende des Fördervereins der Kreuzkapelle, Peter Diefenbach, ein Bild der abgeschlossenen Renovierungsarbeiten.
In den vergangenen Jahren waren einige Schäden an der kunstvoll verzierten Decke entdeckt worden, die durch Risse an der Kuppel verursacht wurden. Hier war dringender Handlungsbedarf, da die Decke einzustürzen drohte, wie Peter Diefenbach berichtete. Ein Kunstrestaurator aus Weilburg wurde mit den Arbeiten betraut. Die Risse sind geschlossen und verklebt und anschließend auch die Farbe erneuert worden. Einige der wertvollen Holzfiguren am Altar wurden vom Holzwurm beschädigt, darunter ein Engel und auch ein historisches Wappen sowie weitere fünf Figuren. Diese wurden von einer Restauratorin aus Elz fachmännisch aufgearbeitet. „Die Figuren müssen nur noch am Altar befestigt werden, dann sind alle Arbeiten abgeschlossen“, freute sich Ewald Schlitt.
Peter Diefenbach berichtete, dass die Kreuzkapelle eine Stiftung des Fürsten Alexander von Nassau-Hadamar an die Franziskaner gewesen ist und im Jahr 1957 an die Gemeinde zurück ging und nun der Stadt Hadamar gehört. Dem Fürsten sind auch die kostbaren Reliquien vom Kreuz Christi zu verdanken. Die Figur der heiligen Maria entstammt der damals abgerissenen Brüderkapelle und auch die Krippe, die hier jährlich zur Adventszeit aufgestellt wird, wie Peter Diefenbach schilderte. Die kostbaren Figuren habe er „gerettet“, als er 1976 im ersten Ausbildungsjahr beim Landeswohlfahrtsverband angefangen hatte. Die Krippe sei erstaunlich gut erhalten gewesen, fügte er an. Die Kreuzkapelle hat seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 1701 bereits mehrere grundlegende Renovierungen erfahren, zuletzt im Jahr 2022, bei der auch die kunstvoll verzierten Fenster restauriert worden sind.
Mit 45.000 Euro hat sich die Stadt Hadamar an den Arbeiten beteiligt. „Die Kreuzkapelle ist eines der bedeutendsten fürstlichen Zeugnisse, das wir in Hadamar haben und das gilt es zu pflegen und zu erhalten“, machte Bürgermeister Michael Ruoff deutlich. Peter Diefenbach dankte der Stadt für die finanzielle Beteiligung und Bauamtsmitarbeiter Simon Dauksch für die fachmännische Begleitung der Arbeiten in der Kreuzkapelle.