Aktuelles aus dem Rathaus

Krippenmuseum in Hadamar feiert Wiedereröffnung

v.l.n.r. 1. Stadträtin Susanne Langel, Gemeindereferent Michael Duchscherer, Bürgermeister Michael Ruoff, Landtagsabgeordneter Christian Wendel, Bettina Lenz, Pfarrer i. R. Dieter Lippert, Pfarrer Stephan Gras

Stadt Hadamar eröffnet Ausstellung mit über 300 Krippen zur Schau

Mit einer kleinen Feierstunde und zahlreichen Ehrengästen wurde das Krippenmuseum nach mehrjähriger Schließung wiedereröffnet und kann mit dem Beginn der Hadamarer Schlossweihnacht 2025 und bis einschließlich zum 11. Januar 2026 zu bestimmten Öffnungszeiten wieder besucht werden. Unmittelbar neben dem Schlossplatz, im Südflügel des ehemaligen Marstallgebäudes, findet sich in sieben liebevoll gestalteten Ausstellungsräumen eine Auswahl aus dem riesigen Fundus von insgesamt etwa 850 Exponaten, die der damalige katholische Stadtpfarrer Dieter Lippert im Laufe mehrerer Jahrzehnte gesammelt hatte. Über 300 Krippen von Nah und Fern und nach Herkunft geordnet können bestaunt werden.

Bei der feierlichen Eröffnung erinnerte Bürgermeister Michael Ruoff an die Fragestellung eines geeigneten Standortes für die Krippenausstellung, die zuvor im Kellergewölbe des ehemaligen Franziskanerklosters beherbergt war. „Es kam zum Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Ankauf des ehemaligen Haus Nattermann, dem Schlossplatz 10, und es folgte die fachgerechte Sanierung des Gebäudes, sodass im Jahr 2012 das Krippenmuseum hier erstmals eröffnen konnte“, skizzierte er. Unter Leitung von Pfarrer i. R. Dieter Lippert und mit Unterstützung der Pfarrei St. Johannes Nepomuk wurde das Krippenmuseum ehrenamtlich geführt und war ein Touristenmagnet zur Adventszeit und darüber hinaus. Die Corona-Pandemie und der gesundheitlich geschwächte Zustand des ehemaligen Pfarrers machten die Schau der 300 Darstellungen der Geburt Jesu aus der ganzen Welt unmöglich. „Für uns stand schnell fest, dass wir das Krippenmuseum wieder öffnen müssen und diese einzigartige Krippensammlung, die weit über die Fürstenstadt bekannt ist, der Öffentlichkeit wieder zugängig machen müssen“, sagte Bürgermeister Michael Ruoff.

Möglich machten die Wiedereröffnung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtmarketings sowie des städtischen Bauhofs, die die Räumlichkeiten wieder auf Vordermann brachten. Die Aufsicht im Krippenmuseum wird von rund 20 Ehrenamtlichen gestemmt, die sich auf die Ausschreibung dank Pfarrer Gras im Pfarrbrief gemeldet hatten. Lediglich die Tradition des Krippencafés im Pfarrheim könne nicht fortgeführt werden, wie Bürgermeister Michael Ruoff aufführte. Der Inhaber des Rathauscafés Vito Forgione hatte sich angeboten, nach dessen plötzlichen Tod wurde das Café jedoch geschlossen.

Der im Ruhestand lebende Pfarrer und „Vater des Krippenmuseums“ Dieter Lippert war ebenso unter den Ehrengästen. „Was lange währt, wird endlich gut“, brachte er seine Freude über die Wiedereröffnung zum Ausdruck. Er berichtete von seinem größten Schatz, einer Krippe, die er aus Jerusalem mitgenommen hatte. Beim Flug aus Tel Aviv sei der Koffer jedoch verloren gegangen und erst nach zahlreichen Nachforschungen und mehreren Wochen sei das Gepäck mit der unversehrten Krippe doch noch aufgetaucht. Nahezu jede Krippe aus seiner riesigen Sammlung birgt eine Geschichte, einige Erläuterungen zur Herkunft sind sowohl bei den Krippen in der Ausstellung, als auch im kleinen Leitfaden zu finden, den es am Eingang des Museums gibt.

Viel Anerkennung und lobende Worte gab es vom Landtagsabgeordneten Christian Wendel, der sich noch aus Kindheitstagen an die große Krippe in der Pfarrkirche St. Nepomuk erinnerte. Er verbinde Hadamar schon immer mit Krippen und dies sei sicherlich nicht sein letzter Besuch im Krippenmuseum, fügte er an. Pfarrer Stephan Gras kündigte an, dass diese Krippe mit dem zwei Meter hohen und vier Zentner hohen Elefanten erstmals bereits ab dem ersten Adventswochenende aufgestellt würde, dies sei in Verbindung mit der Eröffnung des Krippenmuseums und der Hadamarer Schlossweihnacht eine „runde Sache“.

Neu im Krippenmuseum ist der eingerichtete Kindertisch, an dem die Jüngsten mit den Krippen-Figuren spielen und an einem Quiz teilnehmen können. Nachvollziehen können die Kinder die Krippengeschichte auch mithilfe des Adventskalenders „Menschen auf dem Weg zur Krippe“, den Gemeindereferent Michael Duchscherer eigens erarbeitet und für die Auslage im Krippenmuseum übergeben hatte.

Der Eintritt ins Museum ist kostenfrei. Spenden für das Museum werden gerne angenommen.

Öffnungszeiten
Während der Hadamarer Schlossweihnacht:

Freitag, 28.11.2025;16.30-21.30 Uhr
Samstag, 29.11.2025;15.30-21.30 Uhr
Sonntag, 30.11.2025; 14.00-20.00 Uhr
&
Freitag, 05.12.2025; 16.30-21.30 Uhr
Samstag, 6.12.2025; 15.30-21.30 Uhr
Sonntag, 7.12.2025; 14.00-20.00 Uhr

Weiterhin an den folgenden Wochenenden, jeweils 14.00-17.00 Uhr
Samstag & Sonntag, 13. & 14.12.2025
Samstag & Sonntag, 20. & 21.12.2025
Samstag & Sonntag, 27. & 28.12.2025
Samstag & Sonntag, 03. & 04.01.2026
Dienstag (Hl. Drei Könige), 06.01.2026
Samstag & Sonntag, 10. & 11.01.2026