Seit dem 1. Juli 2024 ist Isolde Türk als Gemeindepflegerin in Hadamar im Einsatz. Die Mitarbeiterin des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg unterstützt Seniorinnen und Senioren dabei, ihre Lebensqualität zu erhalten und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Die Stelle der Gemeindepflegerin wird vom Caritasverband für den Bezirk Limburg bereitgestellt und aus Landesmitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege gefördert und aus Eigenmitteln des BCV sowie der Stadt Hadamar als Träger mitfinanziert.
„Mein Ziel ist es, ältere Menschen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich in ihrem Zuhause und in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können“, betont Isolde Türk im Gespräch. Als Gemeindepflegerin bildet sie eine wichtige Schnittstelle zwischen medizinisch-pflegerischer Versorgung und sozialer Beratung. Sie hört zu, berät individuell und vermittelt bei Bedarf an passende Fachdienste weiter. „Mit Isolde Türk haben wir für Hadamar eine große Bereicherung gewonnen. Ihr Engagement, ihre Fachkompetenz und vor allem ihre zugewandte Art machen einen spürbaren Unterschied im Alltag unserer Seniorinnen und Senioren. Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag dazu, dass ältere Menschen in unserer Stadt möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Für diese wertvolle Arbeit bin ich ihr persönlich und im Namen der Stadt Hadamar sehr dankbar“, so Bürgermeister Michael Ruoff.
Offene Sprechstunde und Hausbesuche
Jeden Montag von 14 bis 17 Uhr bietet Isolde Türk eine offene Sprechstunde im Hadamarer Rathaus (Neubau) an. Darüber hinaus vereinbart sie persönliche Hausbesuche. Die Anliegen der Seniorinnen und Senioren sind vielfältig: Pflege im Alter, Wohnraumanpassungen, die Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz oder Unterstützung im Alltag, etwa beim Einkaufen.
„Es gibt zu wenig Anbieter, die Pflege und Unterstützungsangebote als Paketleistung übernehmen können. Deshalb schauen wir uns jede Situation individuell an“, erklärt Türk. Sie hilft beim Ausfüllen von Anträgen, informiert über Leistungsansprüche, unterstützt bei der Suche nach geeignetem Wohnraum oder steht bei ganz persönlichen Problemen beratend zur Seite. Ein besonderer Vorteil ihrer Arbeit sei, dass sie unbürokratisch helfen könne. „Wir können schnell reagieren und pragmatische Lösungen finden“, sagt Türk.
Gemeinschaft fördern – Einsamkeit begegnen
Ein zentrales Thema in ihrer Arbeit ist die Einsamkeit. „Einsamkeit spielt eine große Rolle bei älteren Menschen“, berichtet die Gemeindepflegerin. Vielen fehle es an sozialen Kontakten und Gemeinschaft oder es fehlt ein Ansprechpartner in Krisensituationen. Umso wichtiger seien Verschwiegenheit, Verständnis und ein vertrauensvoller Umgang. „Wir möchten Hemmschwellen abbauen und Mut machen, Unterstützung anzunehmen.“