Aktuelles aus dem Rathaus

Wandergeselle auf der Walz besucht das Hadamarer Rathaus

Bürgermeister Michael Ruoff freut sich über den Besuch von Wandergeselle Schnegge.

Für eine besondere Begegnung sorgte kürzlich der Besuch eines Wandergesellen im Rathaus der Stadt Hadamar. Bürgermeister Michael Ruoff freute sich über den unerwarteten Gast und nutzte die Gelegenheit, mehr über die traditionsreiche Wanderschaft zu erfahren.

Der junge Wandergeselle, der auf seiner Reise ausschließlich unter seinem Spitznamen „Schnegge“ unterwegs ist, stammt ursprünglich aus Freiburg und ist gelernter Zimmerer. Seit inzwischen zwei Jahren und drei Monaten ist er auf Wanderschaft. Nach alter Tradition legen Wandergesellen während dieser Zeit ihren Nachnamen ab und stellen sich ausschließlich mit ihrem Spitznamen vor.

Mindestens drei Jahre dauert die Wanderschaft, auf der die Gesellen durch verschiedene Regionen reisen, um neue Erfahrungen zu sammeln, ihr handwerkliches Können zu erweitern und Menschen kennenzulernen. „Schnegge“ berichtete Bürgermeister Michael Ruoff von zahlreichen prägenden Erlebnissen, die er auf seinem bisherigen Weg bereits sammeln konnte.

Zur traditionellen Wanderschaft gehört auch der bewusste Verzicht auf viele Annehmlichkeiten des Alltags. So reisen Wandergesellen ohne Handy und ohne eigenes Geld. Der Kontakt zu Familie und Freunden beschränkt sich auf gelegentliche Nachrichten – hin und wieder schreibt „Schnegge“ eine Postkarte oder meldet sich auf anderem Wege.

Als Erinnerung an den Besuch erhielt der Wandergeselle von Bürgermeister Michael Ruoff einen Eintrag mit dem offiziellen Siegel der Stadt Hadamar in sein Wanderbuch. Darüber hinaus überreichte ihm der Bürgermeister eine Spende in Höhe von 50 Euro zur Unterstützung seiner weiteren Reise.

Bürgermeister Michael Ruoff zeigte sich beeindruckt von der gelebten Tradition und dem Mut, sich über mehrere Jahre auf eine Reise voller neuer Erfahrungen einzulassen. „Es ist schön, dass diese jahrhundertealte Handwerkstradition bis heute fortgeführt wird. Ich wünsche ‚Schnegge‘ für seinen weiteren Weg viele bereichernde Begegnungen, gutes Gelingen und stets eine sichere Heimkehr“, so der Bürgermeister.