Aktuelles aus dem Rathaus

Stadt Hadamar ist KOMPASS-Kommune

Offizieller Startschuss für Teilnahme an Sicherheitsinitiative ist erfolgt

Foto: Michaela Lanio vom Hadamarer Ordnungsamt, Bürgermeister Michael Ruoff, Kriminaldirektor Frank Göbel und Polizeioberkommissarin Claudia Lehnhäuser (v.l.n.r.)

Bereits im vergangenen Jahr wurden erste vorbereitende Maßnahmen für eine Teilnahme an der Sicherheitsinitiative des hessischen Innenministeriums getroffen, nun ist es offiziell: die Stadt Hadamar darf sich ab sofort als KOMPASS-Kommune bezeichnen! Die Abkürzung KOMPASS steht dabei für „KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel“. Ziel der Initiative ist die Erarbeitung und Umsetzung passgenauer Sicherheitskonzepte durch die beteiligten Partner Kommune, Polizei, Bürger und weitere gesellschaftliche Akteure.

Im Rahmen eines gemeinsamen Termins in der Stadthalle hieß Kriminaldirektor Frank Göbel Bürgermeister Michael Ruoff und Michaela Lanio vom Ordnungsamt stellvertretend für die Stadt als neuestes Mitglied willkommen. Per Magistratsbeschluss hatte sich Hadamar bereits 2019 für eine Teilnahme entschieden, aufgrund der Corona-Krise konnte die Start-Veranstaltung jedoch erst jetzt stattfinden. Gemeinsam mit den KOMPASS-Beraterinnen Kriminalhauptkommissarin Jasmin Scherer und Kriminaloberkommissar Thomas Lange, sowie Polizeioberkommissarin Claudia Lehnhäuser von der Polizeidirektion Limburg/Weilburg wurde nun das weitere Vorgehen besprochen.

„Die an dieser Stelle eigentlich anstehende Bürgerbefragung zur subjektiven Wahrnehmung der allgemeinen Sicherheit wurde im Falle der Stadt Hadamar bereits durchgeführt, so dass wir schon weiter sind als üblicherweise zu diesem Zeitpunkt“ stellte der für Hadamar zuständige KOMPASS-Berater Thomas Lange erfreut fest. Die im Zuge des letztjährigen Stadtfests ausgefüllten Fragebögen wurden bereits ausgewertet, um erste Eindrücke von der Lage vor Ort zu sammeln. „Wir haben festgestellt, dass es auch in Hadamar BürgerInnen gibt, die sich an manchen Stellen unsicher fühlen, auch wenn die offiziellen Kriminalstatistiken, das so genannte statistische „Hellfeld“, keine Auffälligkeiten zeigen“ so Kriminaldirektor Frank Göbel.

Das KOMPASS-Programm sieht nun die Vorbereitung einer öffentlichen Sicherheitskonferenz vor. Diese soll am 8. Dezember in der Stadthalle stattfinden. Hierfür wird die Verwaltung mindestens fünfzig so genannte „Multiplikatoren“ auswählen und förmlich einladen. Dabei handelt es sich um Personen, die aufgrund ihrer Positionen und Tätigkeiten für eine größere Menge an BürgerInnen sprechen können, wie etwa Vereinsvorsitzende, Betreuer oder Lehrer. Die wichtigsten Ziele der von einem neutralen Moderator geleiteten Konferenz sind, das KOMPASS-Programm und die Befragungsergebnisse der Bevölkerung vorzustellen und ein noch detaillierteres und umfangreicheres Stimmungsbild zu erfassen, auf dessen Basis schließlich ein Maßnahmenpaket geplant und umgesetzt werden kann.

„Wir sind froh, dass wir nun endlich die nächsten Schritte machen können, um das subjektive Sicherheitsempfinden in unserer Stadt zu verbessen. Wir nehmen die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sehr ernst und sind darum froh, dass wir in der Polizei Westhessen einen qualifizierten und erfahrenen Partner an unserer Seite haben. Das Programm KOMPASS bietet uns einen erprobten Rahmen, um gemeinsam mit den vielen verschiedenen Interessengruppen in einen konstruktiven Prozess zu kommen“, gab sich Bürgermeister Michael Ruoff nach dem Treffen entschlossen.