Aktuelles aus dem Rathaus

75 Jahre Kriegsende - HR berichtet auch über Hadamar

Umfangreiches Geschichtsangebot auf allen Kanälen

In seiner Pressemitteilung vom 3. Mai 2020 teilt der HR mit:

Am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Hessische Rundfunk bietet zu diesem Anlass zahlreiche Angebote in der Mediathek, im hr-fernsehen und im Radio.

Ab sofort steht der 30-minütige Film „1945 und Ich – 75 Jahre Frieden in Hessen“ in der ARD-Mediathek zum Abruf bereit. Welche Ängste, Träume, Hoffnungen bestimmten das Leben 1945 in Hessen? Die davon noch erzählen können, waren damals Kinder. Wie unterscheidet sich ihre Lebenswirklichkeit von der heutiger Kinder und Jugendlicher? Was wissen die Jungen noch vom Krieg? Im Film von Christine Rütten treffen einige der letzten Zeitzeugen und die Enkelgeneration aufeinander. Gerade erlebe unser Land die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, heißt es. Lernen wir jetzt neu zu schätzen, was uns lange selbstverständlich war: 75 Jahre Frieden. Die Dokumentation mit zum Teil noch nie gezeigtem Filmmaterial aus amerikanischen Archiven wird am Sonntag im Rahmen eines Programmschwerpunktes um 21.45 Uhr im hr-fernsehen ausgestrahlt.

Ebenfalls zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial ist ab sofort in zahlreichen YouTube-Clips auf dem Kanal des hr-fernsehens zu sehen. Die Filmaufnahmen zeigen neben Trümmerlandschaften der hessischen Großstädte wie Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel auch das Kriegsende und den Beginn der Besatzungszeit in kleineren Städte, unter anderem in Bensheim, Lich, Gernsheim, Bad Hersfeld, Oberursel, Wetzlar, Hadamar, Bad Orb, Herborn, Seligenstadt, Fritzlar, Schlitz, Bad Wildungen, Waldkappel und Bad Nauheim.

Auch die „Hessenschau“ im hr-fernsehen beschäftigt sich mit dem Kriegsende vor 75 Jahren. In einer Wochenserie treffen junge Menschen auf Zeitzeug*innen und erfahren, was das heißt: Krieg. Zittern im Luftschutzkeller, NS-Terror, Hunger und Kriegsgefangenschaft, die persönlichen Geschichten der Zeitzeug*innen geben den Jugendlichen neue Einblicke, die in keinem Geschichtsbuch zu finden sind.

Außerdem am 75. Jahrestag des Kriegsendes, Freitag, 8. Mai, läuft in hr2-kultur der „Doppelkopf“ mit dem 1983 geborenen Historiker Valentin Schneider. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen in der Normandie, wo das Kriegsgeschehen bis heute lebendig wirkt. In der „Kulturszene Hessen“ am Samstag, 9. Mai, erinnert sich Gerhard Wiese. Mit 92 Jahren ist er der letzte, noch lebende Ankläger der Auschwitz-Prozesse. Als junger Staatsanwalt hatte er die Anklageschriften mitformuliert und die Plädoyers gegen einige Täter gehalten. Am Sonntag, 10. Mai, nähert sich das Hörspiel „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1947 künstlerisch dem Thema Kriegsheimkehrer. Alle Angebote sind nach den Sendungen im Podcast-Angebot auf hr2.de abrufbar.

https://www.hr.de/presse/der-hr/2020/hr-angebot-zu-75-jahre-kriegsende,75-jahre-kriegsende-im-hr-100.html

Bild: Kinder in Groß-Gerau 1945. Bild © HR/National Archives