Hadamar startet Konzepterarbeitung für die Dorfentwicklung

Die Stadt Hadamar bewirbt sich aktuell um die Aufnahme als Förderschwerpunkt für das hessische Dorfentwicklungsprogramm 2027 und erarbeitet dazu ein „Kommunales Entwicklungskonzept“ (KEK). 

Ziel des Dorfentwicklungsprogramms ist es, Städte und Gemeinden im ländlichen Raum bei einer modernen, lebenswerten und zukunftsfähigen Entwicklung zu unterstützen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm ist ein Entwicklungskonzept, das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wird. Darin werden die wichtigsten Projekte, Maßnahmen und Ziele für die Zukunft der Stadt festgelegt. Hadamar hat damit die Chance, gemeinsam mit den Menschen vor Ort konkrete Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile auf den Weg zu bringen.

Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig und richten sich an die Kommune wie an Privateigentümer. Unterstützt werden unter anderem die Sanierung und Modernisierung von Gebäuden in den Ortskernen, die Schaffung von Treffpunkten für alle Generationen, Dorfläden, Dorfcafés, kulturelle Einrichtungen sowie Beratungs- und Moderationsangebote.

 

Vorstellung und Präsentation zur Dorfentwicklug (Ziele, Förderangebote etc.) 
 

Auf das Bild klicken, um zur Präsentation zu gelangen 

Vorstellung der Ergebnisse der Online-Befragung

Im Mai 2026 wurde eine Online-Befragung im Rahmen der Dorfentwicklung durchgeführt. Das Ziel der Befragung war es, herauszufinden, die Stimmungsbilder, Prioritäten und die wiederkehrenden Themen herauszufiltern. Über den Zeitraum vom 6. bis 31. Mai 2026 haben 748 Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen und aus allen Altersgruppen an der Umfrage teilgenommen.

Die Ergebnisse werden in der anliegenden Präsentation vorgestellt (auf das Bild klicken, um die gesamte Präsentation zu sehen):

 

Auftaktveranstaltung

Nach der Online-Befragung folgte eine Auftaktveranstaltung in der Schlossaula, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben der Vorstellung der Befragungs-Ergebnisse auch eine Gruppenarbeit zu den Stärken und Schwächen in Hadamar durchführten. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit lieferten neben den Stärken und Schwächen auch gute Ansätze und Impulse sowie Wünsche, um die Stadt weiterzuentwickeln.

In der nachfolgenden Präsentation sind die Ergebnisse der Gruppenarbeit festgehalten (auf das Bild klicken):

Öffentlicher Ortsbegang

Auf die Befragung und die Gruppenarbeit folgte als weiterer Beteiligungsschritt eine gemeinsame Ortsbegehung im Rahmen der Erstellung des Kommunalen Entwicklungskonzepts. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, des Amts für den ländlichen Raum und des beauftragten Planungsbüros wurden zentrale Bereiche der historischen Altstadt in den Blick genommen. Stationen waren unter anderem der Untermarkt, die Borngasse, die Neugasse und der Neumarkt.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Aufwertung öffentlicher Plätze und Gebäude sowie neue Nutzungsmöglichkeiten für die historische Altstadt. Für den Untermarkt wurden Möglichkeiten erörtert, wie durch eine gezielte städtebauliche Weiterentwicklung Handel und Gastronomie gestärkt und die Wirtschaftskraft des Quartiers erhöht werden können. Für den Neumarkt wurden Ideen entwickelt, den Bereich stärker als ruhigen und attraktiven Wohn- und Aufenthaltsort mit hoher Lebensqualität zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Gestaltung des öffentlichen Raums. Viele Bürgerinnen und Bürger sprachen sich für mehr Begrünung und Beschattung öffentlicher Plätze sowie für eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Altstadt aus. Diese Maßnahmen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern, das Stadtklima stärken und die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger erhöhen.

Wie geht es weiter?

Derzeit wird durch die Planer das Kommunale Entwicklungskonzept erarbeitet. Aufgrund einer Bestandsaufnahme und herausgearbeiteter Stärken und Schwächen werden die Handlungsbedarfe herausgearbeitet und es wird ein Leitbild entwickelt, aus dem Handlungsfelder und Maßnahmen abgeleitet werden. Die Ergebnisse werden in einer Abschlussveranstaltung im Herbst 2026 vorgestellt . Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Für die Durchführung der Beteiligung und die KEK-Erstellung wurde eine externe Begleitung beauftragt: 

Dr. Andrea Soboth I IfR Institut für Regionalmanagement I Humboldtstraße 5 I 35394 Gießen
André Haußmann I Marketing Effekt GmbH I Lohstraße 8 I 61118 Bad Vilbel
Rainer Tropp I TROPP PLAN I Mühlstraße 43 I 63741 Aschaffenburg

Die Erstellung des kommunalen Entwicklungskonzepts wird vom Land Hessen gefördert.