Kirchen & Kapellen

Liebfrauenkirche

Die dreischiffige, spätgotische Kirche ist ein sakrales Kleinod aus dem 14.-15. Jahrhundert. Gotischer Deckenschmuck, Kreuzrippen – und Netzgewölbe prägen das Innere der Kirche. Hochaltar und Kanzel sind Werke des Hadamarer Bildhauers Martin Volck (um 1750). Die jeweils am 1. Sonntag der Monate Juni bis September stattfindenden Liebfrauenkonzerte sind ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. Hier präsentieren Ensembles und Solisten musikalische Meisterwerke aus mehreren Jahrhunderten.

Öffnungszeiten: April-Oktober an Sonn- und Feiertagen von 15:00 – 16:00 Uhr


Herzenbergkapelle

1690 ließ Fürst Franz Bernhard den bestehenden Bildstock auf dem Hirschberg zu einer barocken Kapelle erweitern und stiftete einen prächtigen Hochaltar. Neben ihm ließen drei Fürsten ihre Herzen in der Kapelle bestatten, woher sie ihren Namen hat. Der Herzenberg ist mit der Muttergotteskapelle eine beliebte Wallfahrtsstätte.

Öffnungszeiten: täglich von 9:00 – 16:00 Uhr | Von Mai bis September: Snntag 15:00 Uhr Andacht, Donnerstag 18:30 Uhr Gottesdienst
Info: info(at)katholischesHadamar.de, 06433 / 930 50


Barocke Stadtpfarrkirche

Ehemalige Klosterkirche der Jesuiten aus dem 18. Jahrhundert und heutige Pfarrkirche von Hadamar. Die Spiegeldecke des durch Pilaster gegliederten Saalbaues wird vom Schmuckkartuschen gesäumt und trägt zwei große Deckengemälde, die das Martyrium und die Verherrlichung (Gloriole) des Kirchenpatrons Johannes Nepomuk darstellen. Drei Altäre, Kanzel, Beichtstühle und Orgelgehäuse stammen aus der Bauzeit des Hadamarer Barock.

Öffnungszeiten: täglich von 9.00 - 17.00 Uhr
Info:info(at)katholischesHadamar.de


Evangelische Kirche im Schloss zu Hadamar

Die im Südflügel des 1629 erbauten Hadamarer Schlosses gelegene Kapelle war zunächst als reformierte Hofkirche konzipiert worden, wurde aber nach dem Übertritt des Fürsten Johann Ludwig von Nassau Hadamar zum römisch-katholischen Glauben im Jahre 1630 als katholische Kirche geweiht. Bis 1743 (dem Todesjahr des letzten katholischen Fürsten von Nassau Hadamar) wurden hier kath. Gottesdienste gehalten. 1752 wurde durch ein Dekret der Prinzessin Anna von Oranien-Nassau die reformierte Gemeinde Hadamar gegründet und 1791 durch staatlichen Erlass dieser die Schlosskirche übergeben. Seitdem ist die Schlosskirche der Gottesdienstraum aller Evangelischen in Hadamar Stadt und Land.


Hoheholzkapelle

Die Hoheholzkapelle an der Straße nach Hundsangen ließ Fürst Franz Alexander 1699 erbauen. Hier wurden nach der Schlacht bei Leipzig im Winter 1813/14 hunderte von Soldaten, die im Hadamarer Lazarett an Typhus starben, in Massengräbern beigesetzt.


Kreuzkapelle

Am Ortsausgang von Niederzeuzheim nach Frickhofen grüßt im Schatten alter Bäume die Niederzeuzheimer Kreuzkapelle. Sie geht zurück auf eine Stiftung des Fürsten Alexander von Nassau-Hadamar an den Franziskanerorden und an die Gemeinde. Sowohl die Grundsteinlegung als auch die ersten Gottesdienste wurden im Jahr 1701 begangen. Die Weihe erfolgte allerdings erst im Jahr 1706. Vorbild des kleinen Gotteshauses dürfte die Kreuzkapelle von Trier gewesen sein, die einer Legende zufolge auf die Kaiserin Helena zurückgeht. Den kunstvollen Barockaltar von Johann Neudecker sowie die kostbare Reliquie vom Kreuz Christi verdanken wir ebenfalls Fürst Alexander von Nassau-Hadamar. 1856 wurde die Kapelle erstmals renoviert, auch ein neuer Altarstein wurde angeschafft. 1935 und 1990 folgten weitere Renovierungen.


Wendelinuskapelle

Einige Dutzend Meter neben dem Brückenkopf der St. Wendelinbrücke in Richtung Offheim befindet sich die Wendelinuskapelle in Niederhadamar, die um 1900 einen schon vorher bestehenden Bildstock ersetzte. Der Baukörper lässt sich in die Neugotik einordnen. Ein Firstreiter mit Glocke schmückt das Dach. Die flache Vorhalle weist mit ihrem welligen Dach die Formensprache des Jugendstils auf.

1910-1912 erbauten Privatleute aus Niederhadamar diese neue Wendelinuskapelle; zu dieser Zeit sah man in dem irischen Einsiedler einen Helfer gegen Viehseuche, einen Schutzpatron der Viehzucht.